Holz oder Stahl? Die kurze Antwort ist: Für den Agrarhallenbau spricht fast alles für Holz. Wir von GROHA® bauen seit 1980 ausschließlich in Holzbauweise. Nicht aus Tradition, sondern weil Holz für Agrarhallen technisch und wirtschaftlich schlicht die überlegenere Lösung ist. Das war auch damals schon die Überzeugung des Gründers Roman Gropper, selbst Ingenieur, kein Zimmermann, und daran hat sich bis heute auch nach 45 Jahren Erfahrung nichts geändert.
Wir vergleichen Stahl- und Holzhallen in der Landwirtschaft anhand der wichtigsten Kriterien – technisch wie wirtschaftlich. Die Agrarhalle aus Holz gewinnt den Vergleich in fast allen Kategorien. Lediglich bei sehr großen Hallen mit mehr als 40 Meter Spannweite kann eine Stahlhalle teilweise preiswerter im Bau sein. Nachhaltiger Hallenbau in der Landwirtschaft steht trotzdem im Zeichen des Holzes.
| Kriterium | Holzhalle | Stahlhalle |
|---|---|---|
| Brandschutz | Kontrolliertes Abbrennen, längere Standfähigkeit, F30 ohne Zusatzmaßnahmen | Schneller und schlagartiger Stabilitätsverlust bei Hitze, Brandschutzanstrich erforderlich |
| Raumklima | Natürliche Feuchteregulierung, geringe Wärmeleitfähigkeit | Höhere Wärmeleitfähigkeit |
| Nachhaltigkeit | CO₂-Speicher, nachwachsend, regional aus heimischen Wäldern | Energieintensive Produktion, hohe Recyclingquote |
| Fundament | Kostengünstige Punktfundamente ausreichend | Oft aufwendigere Fundamente erforderlich |
| Folgekosten | Kein Korrosionsschutz, kein Brandschutzanstrich nötig | Laufende Wartungskosten möglich |
| Kosten (Agrarbau) | Vergleichbar, kein Nachteil gegenüber Stahl | Bei sehr großen Spannweiten teils günstiger |
Holz brennt zwar, aber Stahl versagt im Brandfall oft schneller. Warum ist das so?
Stahl kann bei sehr hohen Temperaturen, wie sie im Brandfall entstehen, schneller seine Tragfähigkeit verlieren und sich verformen. Dies hängt aber stark von den verwendeten Profilen und damit von der Stärke der Bauteile ab. Tragende Bauteile im Dach, wie Binden und Pfetten, versagen in der Regel bei etwa 800°C, da diese Teile vorher auf Biegung in der Statik berechnet werden. Stützen halten häufig länger, weswegen die Halle im Brandfall dann in sich zusammenfällt.
Kleine Träger versagen im Vergleich zu großen Profilen deutlich früher, große Profile können es bis zu 1000°C schaffen. Eine Holzkonstruktion verbrennt dagegen von außen nach innen und bildet eine schützende Kohleschicht, die das Tragwerk stabilisiert. Im Brandfall steht eine Holzhalle daher länger.
Das hat auch praktische Konsequenzen beim Bau: Die Brandschutzklasse F30, die für viele landwirtschaftliche Hallen vorgeschrieben ist, lässt sich mit Holz ohne zusätzliche Maßnahmen erfüllen. Wer auf Stahl setzt, braucht darüber hinaus spezielle Brandschutzanstriche, die mit zusätzlichen laufenden Kosten verbunden sind.
Große Temperaturschwankungen, Feuchtigkeit aus Erntegut oder Stallhaltung, Ammoniak in der Luft: Die Anforderungen landwirtschaftlicher Hallen müssen perfekt auf die Nutzung abgestimmt sein. Stahl reagiert hier empfindlich. Kondensation und Schwitzwasser sind typische Probleme, die ohne Sonderschutz zu Korrosion führen.
Holz reguliert hingegen die Feuchtigkeit natürlich. Es nimmt überschüssige Luftfeuchte auf und gibt sie wieder ab. Für Getreide- und Heulager sowie für Stallungen ist das ein messbarer Vorteil: technisch wie auch Lagergutqualität betreffend. Eine richtige Belüftung ist immer erforderlich z.B. durch konstruktiven Holzschutz wie hinterlüftete Stallungen (Traufe-First-Lüftung mit offenen Bereichen in der Wandverkleidung)
Stahl hat eine hohe Recyclingquote von über 80 Prozent: ein echter Vorteil. Aber die Herstellung ist sehr energieintensiv und CO₂-belastet.
Jeder . Eine ist damit ein messbarer Beitrag. Unser Holz kommt aus regionalen Wäldern. Damit einher geht bei GROHA® eine langjährige, vertrauensvolle Zusammenarbeit mit unseren regionalen Lieferanten und Vertriebspartnern. So können wir eine zuverlässige Fertigstellung Ihres Hallenprojektes gewährleisten.
Das Holz, das wir von GROHA® verbauen, stammt aus heimischen, zertifizierten Wäldern. Dadurch gewährleisten wir
Nachhaltiger Hallenbau bedeutet bei GROHA® nicht, einen Aufpreis für ein Label zu zahlen.
Es geht allein darum, was für Ihre Halle, Ihren Betrieb und die geplante Nutzung das Sinnvollste ist. Wenn jemand zu uns kommt und eine Lösung braucht, bei der Stahl der bessere Baustoff ist, sagen wir das. Das hat uns manchmal einen Auftrag gekostet. Aber es ist die Grundlage dafür, dass Kunden seit über 45 Jahren zurückkommen.
Mit dem VARIKO®-System von GROHA® lässt sich eine individuell geplante Agrarhalle zu Preisen realisieren, die mit Systemhallen aus Stahl mithalten und das mit den zusätzlichen Vorteilen, die ein Holzhallenbau mit GROHA® bietet:
Eine muss daher nicht teuer sein. Landwirtschaftliche Holzhallen kommen oft mit einfachen Punktfundamenten aus. Im Vergleich zur Stahlhalle entfallen zudem Brandschutzanstriche und Korrosionsschutz für das Tragwerk. Je nach Bereitschaft und Zeit, kann mit Eigenleistung zusätzlich gespart werden.
Wir beraten Sie gerne persönlich, möchten Ihnen aber gerne vorab einige Informationen auf Grundlage unserer Erfahrung zum Stahl- und Holzhallenbau mitgeben:
Sie haben umlaufend eine hohe Betonschüttwand. Diese liefert häufig bereits ein gutes Fundament für eine Stahlkonstruktion. In Kombination mit großen Spannweiten kann sie sehr wirtschaftlich werden, da die Dachbauteile auch bei großer Spannweite nicht extrem auftragen und so die Hallenhöhe auch gut zum Kippen genutzt werden kann. Vor allem, wenn noch keine großen Anforderungen an den Brandschutz bestehen.
Sie haben unterschiedliche Nutzungsanforderungen
Sie haben eine Halle mit mehreren und unterschiedlichen Nutzungseinheiten. Zum Beispiel mit einem Büroteil oder mehreren Geschossen, die individuell ausgebaut werden, sowie einer gedämmten Werkstatt und auf Grund einer gewerblichen Nutzung bestimmte Anforderungen an den Brandschutz, dann ist Ihre Nutzungsanforderung für eine Holzhalle hervorragend geeignet. Hier lassen sich Kosten im Innenausbau und im Brandschutz sparen und Sie profitieren von der extremen Flexibilität im Holzbau.
Bei Hallen über 4.000m², mit extremen Spannweiten unter einem Dach, wird der Massivbau (Betontragwerke) häufig die wirtschaftlichste Wahl sein, schon allein wegen des Brandschutzes (Feuerwiderstandsdauer von 60 oder 90 Minuten wird benötigt).
Wenn Sie eine Agrarhalle aus Holz planen oder erst herausfinden möchten, was für Sie wirklich passt, sprechen Sie gerne mit uns.
Bei sehr großen Spannweiten ist die Wahl des Materials stark fall- und anforderungsabhängig.
Stahl hat den Vorteil in der Montagezeit, es wird teilweise bei gleichen Schnee- & Windlasten wieder verwendet und lässt sich fallabhängig gut & wirtschaftlich mit Massivbauten kombinieren. Diese Bauten finden auf Grund anderer Ansprüche gerade in der Landwirtschaft (wie beispielweise Schüttwänden) Anwendung.
Für typische Agrarhallen in der Landwirtschaft wie Maschinenhallen, Lagerhallen oder Stallungen sind übergroße Spannweiten aber kaum relevant. Das VARIKO®-System erreicht 30 Meter stützenlose Spannweite, in Sonderlösung bis 40 Meter. Das deckt den Bedarf der allermeisten Betriebe vollständig ab.
Paul Preuss verstärkt GROHA seit 2017 als Betriebswirt (FH) und Vertriebsleiter. Als spezialisierter Fachberater für den Gewerbebau steht er für eine absolut ganzheitliche Beratung, bei der Transparenz und maximaler Kundennutzen im Fokus stehen.
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